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Politische Gestaltungsmacht in der Gesundheitsförderung

11. November , 9:15 16:00

Lobbyarbeit in der kommunalen Gesundheitsförderung

Viele Menschen nehmen Lobbyarbeit in der kommunalen Gesundheitsförderung oft als „Job für andere“ wahr. Diese Sicht entsteht häufig aufgrund fehlender Erfahrung mit politischen Prozessen, rechtlicher Unsicherheit oder Skepsis gegenüber dem Begriff selbst. Solche Haltungen erschweren den Einstieg und hindern Beteiligung.

Genau hier setzt die Lunchtalk-Reihe “In der Lobby” der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Berlin an. Sie klärt zentrale Fragen und motiviert zu aktiver Beteiligung. Durch praxisnahe Formate wird das Verständnis für Abläufe in der politischen Einflussnahme gestärkt. So entsteht Lust auf Mitwirkung.

Im vertiefenden Präsenzworkshop mit Gwendolyn Stilling wird das erworbene Wissen unter fachlicher Begleitung in individuelle Strategien der politischen Interessenvertretung übersetzt. Die Teilnehmenden erarbeiten konkrete Schritte, um Gesundheitsbelange wirksam zu vertreten. Dabei steht der Praxisnutzen im Vordergrund, damit sich Lobbyarbeit sinnvoll in lokale Prozesse integrieren lässt.

Strategien zur politischen Wirksamkeit

Die Teilnehmenden werden ermutigt und befähigt, sich strategisch, souverän und konsequent für ihre Anliegen einzusetzen und die Interessen vulnerabler Gruppen einzusetzen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie entsteht aus fachlicher Expertise politische Wirksamkeit? 

Dafür werden u.a. folgende Fragen beleuchtet:

Wie entsteht aus fachlicher Expertise politische Wirksamkeit?
Wie lassen sich Anliegen zuspitzen und mögliche Widerstände antizipieren?
Wie gewinne ich Verbündete, identifiziere Zugänge zu Entscheidungsträger*innen und entwickle strategische Kommunikationsansätze?
Was ist unter den jeweiligen institutionellen Rahmenbedingungen sinnvoll und umsetzbar? 

Die Teilnehmenden lernen Instrumente der Lobbyarbeit kennen und entwickeln ein Gespür für das richtige Timing und die passenden Strategien: Wann sind konstruktive Impulse gefragt und wann ist konsequenter Entscheidungsdruck möglich und notwendig? Dabei werden unterschiedliche institutionelle Rollen und Handlungsspielräume berücksichtigt. 

Der Workshop verbindet kurze Theorie-Impulse mit realitätsnahen Übungen und Fallarbeit. Die Teilnehmenden arbeiten anhand eigener Fragestellungen und Praxisbeispiele und übertragen die Ansätze direkt auf ihren beruflichen Kontext.

Veranstalterin ist die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit in Berlin.

Mehr Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung.